Exkursionen

Deutsch-polnische Studienreise „Jüdische Geschichte und jüdisches Leben in der Region TRANSODERANA“, 11. – 13. November 2026

11. – 13. November 2026 | 16 Teilnehmende | gemeinsamer Reisebus

Skwierzyna-44-900-600

Zielgruppe:

Die Studienreise richtet sich an Geschichts- und Kulturakteurinnen aus der deutsch-polnischen Grenzregion, insbesondere an Mitarbeiterinnen von Museen, Archiven und Gedenkorten, Vertreterinnen von Kultur- und Bildungseinrichtungen, Wissenschaftlerinnen und Lehrende sowie Engagierte aus Vereinen und lokalen Initiativen, die sich mit Regionalgeschichte, jüdischem Kulturerbe und Erinnerungskultur beschäftigen.

Ziel ist es, insbesondere Personen miteinander zu vernetzen, die das erworbene Wissen in ihrer eigenen Vermittlungs-, Bildungs- oder Erinnerungsarbeit weiterverwenden können.

Die Studienreise führt zu Orten jüdischen Lebens und jüdischer Erinnerung auf beiden Seiten der deutsch-polnischen Grenze. Im Mittelpunkt stehen erhaltene und verschwundene Synagogen und Friedhöfe, Orte von Verfolgung, Deportation und nationalsozialistischen Verbrechen sowie die Frage, wie heute mit diesem Erbe umgegangen wird.

Die Teilnehmer*innen erhalten ein Teilnahmezertifikat.

Referentinnen: Dr. Anke Geißler-Grünberg, Dr. Magdalena Abraham-Diefenbach, Andrzej Kirmiel
Organisation: Agnieszka Zawadzka
Die Veranstaltung wird deutsch-polnisch simultan gedolmetscht.

Programm

11. November 2026 – Jüdisches Leben und Erinnerung beiderseits der Oder
Frankfurt (Oder) – Beeskow – Frankfurt (Oder) / Słubice

Treffpunkt am Hauptbahnhof Frankfurt (Oder), anschließend gemeinsame Busfahrt nach Beeskow. Dort beschäftigen wir uns mit der jüdischen Geschichte der Stadt, dem jüdischen Friedhof und heutigen Formen der Erinnerung an das jüdische Erbe. Am Nachmittag führt die Reise zurück nach Frankfurt (Oder) und Słubice. Im Mittelpunkt stehen die jüdische Geschichte der historischen Doppelstadt, ihre sichtbaren und verschwundenen Orte sowie heutige Formen der Vermittlung und Erinnerung.
Abendessen und Übernachtung in Frankfurt (Oder) / Słubice.

12. November 2026 – Ausgrenzung, Deportation und Vernichtung
Frankfurt (Oder) – Zbąszyń – Międzyrzecz – Obrzyce – Skwierzyna

In Zbąszyń widmen wir uns der sogenannten Polenaktion von 1938 und der heutigen Erinnerungsarbeit. In Międzyrzecz besuchen wir die ehemalige Synagoge und den jüdischen Friedhof und sprechen über die geplante Nutzung der Synagoge als Ort der Vermittlung jüdischer Regionalgeschichte. Weitere Stationen sind die ehemalige Heil- und Pflegeanstalt Obrawalde in Obrzyce sowie der jüdische Friedhof in Skwierzyna. Dabei geht es auch um den heutigen Umgang mit materiellen Spuren jüdischen Lebens und Fragen ihrer Dokumentation und Erhaltung.
Abendessen und Übernachtung in Międzyrzecz.

13. November 2026 – Spuren in der Landschaft und Erinnerung heute
Międzyrzecz – Brójce – Świebodzin – Sulechów – Zielona Góra – Frankfurt (Oder)

Auf dem Weg nach Zielona Góra besuchen wir ausgewählte jüdische Friedhöfe und fragen danach, wie die Spuren ehemaliger jüdischer Gemeinden heute in der Landschaft sichtbar und vermittelt werden. In Zielona Góra stehen die Geschichte der jüdischen Gemeinde, der ehemalige Standort der Synagoge, der jüdische Friedhof sowie die Erinnerung an den Todesmarsch im Mittelpunkt.

Ein gemeinsamer Abschlussworkshop führt die Erfahrungen der drei Tage zusammen: Wie wird auf deutscher und polnischer Seite mit dem jüdischen Erbe umgegangen? Welche Herausforderungen ähneln sich, wo bestehen Unterschiede – und wie können Museen, Kommunen, Vereine und Hochschulen künftig grenzüberschreitend zusammenarbeiten?

Ca. 17.30 Uhr Rückfahrt nach Frankfurt (Oder).

Änderungen im Programm vorbehalten.

Anmeldung  bis zum 22. Oktober 2026. Die Zahl der Plätze ist begrenzt.